Predatory Journals investieren häufig in ansprechend gestaltete Webseiten, doch beim genauen Hinsehen fallen Unstimmigkeiten auf. Zu den häufigsten Warnsignalen gehören:

a) Fehlende oder unklare Informationen

  • Kein transparentes Impressum - Achtung! Außerhalb der EU gibt es für diese Angaben weniger strenge Regeln
  • Unvollständige Kontaktdaten (z. B. nur Webformular, kein Standort)
  • Keine Angaben zu Herausgeber*innen oder Redaktion
  • Vage Angaben zu Peer Review („rapid review“, „fast acceptance“)
  • Die Webseite richtet sich vor allem an Autor*innen und nicht an Leser*innen
  • Ältere Ausgaben sind häufig nur schwer zu finden

b) Übertriebenes Marketing

  • Ungewöhnlich aggressive Formulierungen wie „Publish within 48 hours!“
  • Banner, die schnelle Publikation versprechen
  • Reißerische Aussagen wie „Global Impact“, „World-class Journal“

c) Unprofessionelles oder widersprüchliches Erscheinungsbild

  • Rechtschreib- oder Grammatikfehler auf der Webseite
  • Unpassende oder unscharfe Logos
  • Verlinkungen, die ins Leere führen
  • Inkonsistente Informationen zu Gebühren oder Deadlines

d) Unplausibles Themenspektrum

  • Sehr breites Fächerspektrum (z. B. „Journal of Medicine, Engineering, Management and Social Sciences“)
  • Fachgebiete, die wissenschaftlich kaum zusammenpassen

Inforgrafik "Stop and Go" über Anzeichen für predatory publishing

Evaluating Scholarly Journals Infographic by Allen Press via FrontMatter (CC BY ND NC 3.0) 

Zuletzt geändert: Donnerstag, 19. Februar 2026, 15:46