Was ist Open Access?
Die Diskussion über Predatory Journals lässt sich nur verstehen, wenn man die Grundidee von Open Access (kurz: OA) kennt. Open Access entstand als Reaktion auf zwei Entwicklungen: hohe Kosten für Zeitschriftenabonnements und der Wunsch, wissenschaftliche Erkenntnisse für alle frei zugänglich zu machen und das unabhängig von finanziellen oder institutionellen Barrieren.
Open Access bedeutet, dass wissenschaftliche Publikationen für alle Menschen, egal an welchem Ort oder zu welcher Zeit, online frei zugänglich sind. Das fördert den globalen Wissensaustausch, beschleunigt Forschung und ermöglicht auch Personen außerhalb der Wissenschaft direkten Zugang zu aktuellen Erkenntnissen.
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Open Access und seine Finanzierung – kurz erklärt
Open Access bezeichnet wissenschaftliche Publikationen, die online frei zugänglich sind. Grundsätzlich wird zwischen Open-Access-Erstveröffentlichungen (Gold Open Access) und nachträglicher Open-Access-Bereitstellung als Zweitveröffentlichung (Grüner Open Access) unterschieden (lesen Sie hier mehr, Webseite zum weiterlesem, Klicken öffnet einen neuen Tab). Auf dem Goldenen Open-Access-Weg existieren diverse Finanzierungsmodelle (Keller 2017, Waidlein et al. 2021). Grundsätzlich finanzieren sich Open-Access-Zeitschriften entweder durch Publikationsgebühren (APCs), durch institutionelle Förderungen oder über Konsortien. Für das Verständnis von Predatory Journals ist vor allem die Finanzierung von Gold-Open-Access-Artikeln durch Article Processing Charges (APC) relevant.
Gold Open Access: Erstveröffentlichungen im Open Access
Bei Gold OA erscheint der Artikel direkt in einem Open-Access-Publikationsorgan, wie z.B. einer Zeitschrift oder einem Sammelband und ist dann für jede Person frei im Netz lesbar.
Damit Leser*innen kostenlos zugreifen können, wird die Veröffentlichung häufig über eine Article Processing Charge (APC) finanziert. Diese Gebühr zahlen:
- Institutionen (z. B. Hochschulbibliotheken) für ihre Angehörigen,
- Förderorganisationen über Projektmittel, oder
- die Autor*innen selbst.