Eine allgemein gültige Definition von Predatory Journals gibt es bisher nicht. Eine Definition, die jedoch eine hohe Zustimmung genießt, stammt von Agnes Grudniewicz et. al. und wurde 2019 in Nature publiziert:

"Predatory journals and publishers are entities that prioritize self-interest at the expense of scholarship and are characterized by false or misleading information, deviation from best editorial and publication practices, a lack of transparency, and/or the use of aggressive and indiscriminate solicitation practices." (o.S.)

zu Deutsch: "Räuberische Zeitschriften und Verlage sind Akteure, die Eigeninteressen über wissenschaftliche Integrität stellen und sich durch falsche oder irreführende Informationen, Verstöße gegen redaktionelle und publizistische Standards, mangelnde Transparenz und/oder aggressive Akquisepraxis auszeichnen."


Predatory Journals (räuberische Zeitschriften) sind also Publikationsangebote, die die wissenschaftliche Publikationspraxis gezielt ausnutzen, um Gewinne zu erzielen. Dabei missachten sie die notwendigen Qualitäts- und Integritätsstandards.


Predatory journals

  • geben sich den Anschein seriöser wissenschaftlicher Zeitschriften,
  • verschleiern ihre fehlenden redaktionellen Prozesse wie z.B. das Fehlen von Peer Review,
  • versprechen schnelle Veröffentlichung und
  • schädigen das Ansehen der Wissenschaft und den Ruf von Open Access.


Zuletzt geändert: Dienstag, 10. März 2026, 09:35